Stromschnellen-Angelgebiet am Iijoki
Dieses etwa 20 Kilometer lange Stromschnellen-Angelgebiet zwischen Jokijärvi und dem Ortszentrum von Taivalkoski bietet sowohl Uferanglern als auch Wasserwanderern gute Plätze, die von Äsche und Bachforelle bevorzugt werden. Das Gebiet umfasst 22 Stromschnellen und schneller fließende Abschnitte. Der über Forststraßen erreichbare, wildnisartige Flussabschnitt ist ein ausgezeichnetes Gebiet zum Fliegenfischen auf Äsche. Entlang des Flusses kann man sich leicht bewegen, und Anglern sowie Wasserwanderern stehen mehrere Unterstände und offene Feuerstellen zur Verfügung.
Das Stromschnellen-Angelgebiet ist eindeutig ein Äschenrevier. Die Größe der Äschen variiert je nach Angelsaison, die häufigste Fanggröße liegt jedoch bei 30–40 cm. Auch Exemplare von über einem Kilo werden jedes Jahr gefangen. Bachforellen kommen gleichmäßig im gesamten Gebiet vor; ihre durchschnittliche Größe beträgt 1–2 kg, gelegentlich werden aber auch größere Exemplare gefangen. Im Fluss gibt es auch einige Felchen, doch diese Art wird deutlich am wenigsten befischt. Das liegt vor allem daran, dass sich die Fische meist in schwerer zu befischenden Stillwasserbereichen aufhalten, von denen es in diesem Gebiet allerdings nur wenige gibt. In langsameren Flussabschnitten und Stillwasserbereichen bestehen gute Möglichkeiten zum Angeln auf Hecht und zeitweise auch auf Barsch.
Angelgebiet
Der Hauptlauf des Iijoki ohne Nebenflüsse und Bäche zwischen dem Myllyputaa-Sohlwehr und Härmänkari unterhalb des Ortszentrums von Taivalkoski. Das Angeln ist im Bereich von 200 Metern ober- und unterhalb der Fischaufstiegshilfe in Taivalkoski verboten.
Natürlicher Fischbestand
Äsche, Bachforelle, Hecht, Barsch, Felchen.
Besatz
Besatz mit Jungfischen von Äsche und Bachforelle.
Angelsaison
- Juni–31. Oktober.
Die Bachforelle ist vom 1. September bis 31. Oktober geschützt.
Die Angelsaison beginnt Anfang Juni, wenn die Laichzeit der Äsche vorbei ist und das meiste Eis an den Ufern geschmolzen ist. Während der frühen Steinfliegenzeit im Frühjahr können Fliegenfischer den Fluss also nicht erreichen. Im Herbst kann das Angeln auch nach Beginn der Schonzeit der Bachforelle fortgesetzt werden, bei geeigneter Witterung sogar bis Ende Oktober.
Im Juli sind die meisten Angler im Gebiet unterwegs. Im Juni und im Spätsommer kann man den Fluss jedoch fast für sich allein haben, und je weiter der Herbst fortschreitet, desto weniger Menschen sind am Fluss unterwegs. Wer die Möglichkeit hat, den Fluss zwischen August und Oktober zu besuchen, erlebt ihn besonders in Bezug auf das Äschenangeln von seiner besten Seite, wenn die Wassertemperatur zu sinken beginnt und die Nächte dunkler werden.
Wasserstand
In einem normalen Frühjahr sind die Hochwasser bis Mitte Juni vorbei, doch ein früherer oder späterer Frühlingsverlauf kann den Zeitpunkt um bis zu ein paar Wochen verschieben.
Der nächste Anstieg des Wasserstands findet Anfang Juli statt. Er hängt damit zusammen, dass für die Veranstaltung Iijokisoutu etwas zusätzliches Wasser aus dem regulierten Irnijärvi in den Fluss abgelassen wird. Dieser Wasseranstieg beeinträchtigt das Angeln jedoch kaum.
Im Juli schwankt der Wasserstand je nach Niederschlägen. Im August ist die Wassersituation meist am normalsten, und je weiter der Herbst fortschreitet, desto niedriger wird der Wasserstand in der Regel.
Als wichtiger Hinweis gilt: Der Fluss bleibt auch bei niedrigerem Sommer- und Herbstwasser gut befischbar.
Der mittlere Abfluss des Flusses beträgt 19 m³/s, die gesamte Fallhöhe etwa 29 Meter von Jokijärvi bis Taivalkoski.
Erlaubte Angelmethoden
Spinnfischen, Fliegenfischen und Jigangeln. Pro Angler dürfen höchstens zwei Ruten und Schnüre verwendet werden.
Einschränkungen
Fangquote:
5 Äschen und 3 Bachforellen pro Genehmigungstag.
Mindestmaße:
Äsche: 35 cm
Bachforelle mit abgeschnittener Fettflosse: 50 cm
Bachforelle mit Fettflosse: geschützt
Angelscheine
Das Angeln ist nur mit dem Angelschein für das Stromschnellen-Angelgebiet des Iijoki erlaubt.
Online
Kalakortti.com
Taivalkoski
Kosken Toppari
Ouluntie 1
Tel. +358 40 552 8897
Metsäkylä Dorfladen
Metsäkyläntie 317a
Tel. +358 400 244 184
Pudasjärvi
Neste Pudasjärvi
Pietarilantie 46
Tel. +358 8 822 522
Suomussalmi
Turjanhovi
Kalliokatu 2
Tel. +358 50 430 5545
Preise der Angelscheine
Tageskarte: 15 €
Wochenkarte: 30 €
Saisonkarte: 50 €
Weitere Informationen
Hannu Pitkänen
Tel. +358 40 531 9658
Angelausrüstung
Aufgrund der Größe des Flusses eignet sich das Gebiet gut zum Angeln mit leichter Spinn- und Fliegenfischerausrüstung.
Spinnfischen
Bei Spinnfischern, die auf Salmoniden angeln, nehmen kleine Blinker, Spinner sowie 3–7 cm lange Wobbler für Äsche und Bachforelle den größten Platz in der Köderbox ein. Die Ködergewichte variieren zwischen 5 und 20 Gramm. Einer der beliebtesten Köder — sowohl fängig als auch weit werfend — dürfte der kleine oder mittelgroße Lotto-Spinner sein, der mehr oder weniger mit Fluoreszenzfarben verziert ist.
Beim Hechtangeln werden größere Wobbler, Blinker und Spinner verwendet. Neben Salmonidenködern eignen sich verschiedenfarbige Jigs auch gut zum Barschangeln.
Fliegenfischen
Die Vielseitigkeit des Stromschnellen-Angelgebiets ermöglicht den effektiven Einsatz verschiedener Techniken und Taktiken. Die Auswahl ist groß. Im Oberlauf, wo der Fluss kleiner ist und die Angelplätze präzises Fischen erfordern, ist leichtes Gerät empfehlenswert. Eine Allroundrute liegt etwa in Klasse #5, aber auch mit einer Rute der Klasse #3 kommt man gut zurecht. Eine Schwimmschnur reicht völlig aus.
Der Grund der Stromschnellen besteht aus kleinen Steinen, sodass sich das Gebiet sehr gut zum Waten eignet. Angler sollten natürlich Wathosen tragen, und aus Sicherheitsgründen wird die Verwendung eines Watstocks empfohlen.
Fängige Fliegen
Die Insektenwelt am Iijoki ist eher spärlich, und große Schlupfphasen gibt es nur wenige. Im Juni beginnt die Saison mit Steinfliegen, etwa Diura, und Eintagsfliegen. Um die Wende von Juni zu Juli kommen Zweiflügler und die ersten Köcherfliegen hinzu.
Von Juli bis in den August hinein dominieren Köcherfliegen und Landinsekten. Im September treten Eintagsfliegen und Steinfliegen wieder stärker in Erscheinung. Im Oktober sind nur noch Zweiflügler und Steinfliegen übrig.
Die Größe der Insekten und Fliegen liegt bei #12–18, also vielleicht etwas kleiner als allgemein üblich. Da sicherlich auch viele untermaßige Fische gefangen werden, wird die Verwendung von widerhakenlosen Haken empfohlen. Auch Fischbrut-Imitationen sollte man nicht vergessen, denn sie werden sowohl von Bachforellen als auch von Äschen genommen, besonders im Herbst, wenn das Wasser kühler wird.
Im Stromschnellen-Angelgebiet des Iijoki verändern sich die Fliegen — wie auch anderswo — je nach Entwicklung der Insektenwelt und Wasserstand.
Im Frühsommer, wenn das Wasser hoch und noch recht kalt ist, gelten Larven und Streamer bekanntlich als die wirksamsten Fliegen. Im Sommer, sobald die Wassertemperatur über +10 °C gestiegen ist und sich die Hochwasser beruhigt haben, werden Puppen und traditionelle Nassfliegen am brauchbarsten.
Der Spätsommer ist wiederum eher die Zeit der Trockenfliegen. Diese Einteilung ist recht allgemein, und man sollte daran denken, dass vielseitiges Ausprobieren von Fliegen oft überraschend gut funktionierende Muster hervorbringt. Wenn die Fische passiv wirken, bringen Wechsel bei Angeltechnik und Fliegenwahl sehr oft positive Ergebnisse.
Einige Spezialfliegen für den Iijoki gibt es dennoch. Dazu zählen unter anderem blau getönte Fliegen, schwarz-weiße Nymphen und Mini-Streamer.
Fängige Fliegen variieren von Jahr zu Jahr recht stark. Eine besondere Farbkombination, die in einem Jahr funktioniert hat, kann im nächsten Sommer deutlich weniger erfolgreich sein. Durch leichte Veränderungen der Farbtöne lässt sich die Fliege jedoch oft wieder attraktiv machen. Jedes Jahr erfordert zu Beginn seine eigene Suchphase in Bezug auf Spezialfliegen.
Bei den zuverlässigsten Trockenfliegen lassen sich etwa Elk Hair Caddis, CDC-Sedges, Klinkhåmer Special, Super Pupa, Nelson Caddis, Adams mit Fallschirmhechel und kleine Eintagsfliegen-Imitationen nennen.
Bei Puppen funktionieren braune und grüne Farbtöne gut.
Bei Larven funktionieren Farben von leuchtendem Grün über Oliv bis Weiß. Als Grundmuster eignen sich Köcherfliegenlarven, aber auch Eintagsfliegen- und Steinfliegennymphen sollte man nicht vergessen.
Bei Streamern funktionieren zu Beginn der Saison gelb-rot gebundene Muster sowie allgemeine Lauben-, Elritzen- und Groppenimitationen in den Größen 4–12. Klassische Nassfliegen funktionieren ebenfalls gut.

